Slovenia
Slowenien
Die parlamentarische Republik Slowenien liegt in Mitteleuropa und ist mit einer Einwohnerzahl von ca. 2 Millionen eher klein. Die Amtssprachen sind slowenisch und regional auch italienisch und ungarisch. Die Hauptstadt Ljubljana unterhält unter anderen langjährigen Städtepartnerschaften mit Chemnitz, Leverkusen und Wiesbaden.
Eingerahmt wird Slowenien von Österreich im Norden, Kroatien im Süden, Ungarn im Osten und Italien im Westen und ein kleines Stückchen Mittelmeer gehört auch noch zu dem kleinen Land, nicht ganz 47 km Adria, um genau zu sein. Trotz der geringen Größe des Landes ist Slowenien mit unterschiedlichen Landschaftsformen gesegnet. Hier gibt es Berge, Meer mit Küste und Hügellandschaften, wobei die Berglandschaft überwiegt. Weit über die Hälfte Sloweniens ist von Wald überzogen. Bedingt durch die wenigen Einwohner kann es kaum wirklich große Städte geben. Als wichtig kann man neben Ljubljana Maribor, Kranj und Koper vielleicht noch Celje und Novo mesto bezeichnen, in erster Linie wegen deren Größe, obwohl mit Ausnahme der beiden erstgenannten keine Großstadt nach unserer Vorstellung darunter ist. Slowenien besteht aus fast 85 % Slowenen, dazu kommen einige Minderheiten, die überwiegend aus den angrenzenden Ländern stammen.
Slowenien blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, viele Aufteilungen und Zusammenlegungen führten im Mittelalter bis Anfang des 20. Jahrhunderts zu habsburgischer Herrschaft und mündeten schließlich nach einigem Hin und Her in Jugoslawiens Kommunismus und erneuter Aufteilung und 1991 dann endlich in der Unabhängigkeit gegenüber Jugoslawien, Demokratie und dem Beitritt zur EU 2004.
Modernes Slowenien
Trotz seiner geringen Größe findet sich in Slowenien ein modernes Autobahnnetz innerhalb einer guten Infrastruktur. Tourismus- und Skigebiete können gut erreicht werden. Der größte international wichtige Flughafen liegt in der Nähe von Ljubljana, Flughäfen in Maribor und Portoroz spielen kleinere Rollen. Der Seehafen Koper an der Adria ist ein wichtiger Verbindungspunkt für weltweite Handelsbeziehungen und Durchgangstransporte .Viele Städte in Slowenien werden durch Züge erreicht, die über das 1230 km lange Schienennetz miteinander verbunden werden. Die slowenische Staatsbahn hat nach und nach auch früher stillgelegte Strecken und Streckenabschnitte wieder in Betrieb genommen, um Direktverbindungen zwischen vielen wichtigen Städten auch außerhalb des eigenen Landes zu ermöglichen.
In Slowenien wird relativ viel Viehzucht betrieben, die Boden-Landwirtschaft dagegen hat in der jüngeren Vergangenheit stark abgenommen. Die Landwirte werden immer älter, während die jungen Erben lieber zu 40 % in der Industrie tätig sind und mit 53 % Dienstleistungsanteil an den Arbeitsplätzen den gleichen Weg gehen, wie viele andere Länder auch. Größere Bedeutung in der Industrie hat die Auto- und Autozulieferindustrie durch den französischen Hersteller Renault erfahren.
Erneuerbare Energien in Slowenien
Erneuerbare Energien werden durch Einspeisevergütungen und durch Subventionen gefördert. Der Staat hilft den Stromerzeugern auf unterschiedliche Weise und lässt ihnen teilweise die Wahl, welche Hilfe sie in Anspruch nehmen wollen. Niedrig verzinste Kredite und Subventionen für die Erzeugung erneuerbare Energien werden öffentlich bekannt gegeben. Um eine sinnlose Überproduktion zu verhindern, wird gleichzeitig die Abgabemenge dadurch limitiert, dass der Abnahmepreis nur bis zu einer Produktionsleistung von 5 MW garantiert wird. Gefördert werden in Slowenien alle Formen der Erzeugung erneuerbarer Energien als da sind Windkraft, Solarenergie, Geothermie, Biogas, Biomasse und Wasserkraft. Durch die Höhe der Kredite können eventuell Limits entstehen und auch bei der Leistungsfähigkeit der Anlagen wird nicht übersehen, dass die erzeugte Energiemenge auch verbraucht werden muss. Subventionen fördern 50 % des Mehrpreises gegenüber der Verwendung herkömmlicher Energieerzeugung. Strom aus erneuerbaren Energien zu festen Preisen abzunehmen und ohne Benachteiligung zu übertragen ist eine Verpflichtung der Netzbetreiber in Slowenien. Ein neuer Energieplan soll für eine Effizienzsteigerung sorgen, die Planungen reichen bis ins Jahr 2030. Bisher sind erneuerbare Energien in Slowenien unterrepräsentiert, durch Änderungen bei den Förderungen soll dem jedoch abgeholfen werden. Die slowenische Regierung plant, bis 2020 über die Hälfte der Stromerzeugung durch Wasserkraft zu lösen. Der Rest soll sich mit sinkenden Anteilen in der Reihenfolge aus Biogas, Windkraft, Biomasse und Solarenergie zusammensetzen. Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen ist im Steigen begriffen, innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Anlagen verdreifacht. Seit der Einführung der Einspeisevergütung im Jahr 2009 ist klar: Geld ist immer noch der beste Motivator, in Slowenien besonders für den Kleinanlagenmarkt, dessen Bedarf weitgehend von Privatanwendern angefragt wird. Die Industrie in Slowenien kommt den Anfragen nach Photovoltaikanlagen derzeit nicht nach, denn die Nachfrage steigt weiter, obwohl die Preise für die Stromeinspeisung schon wieder wie vorgesehen gesenkt wurden. Insgesamt werden die Fördermöglichkeiten für die Erzeugung erneuerbarer Energien in Slowenien noch erweitert, der geplante Anteil am Gesamtstrommarkt jedoch könnte noch eine Erhöhung vertragen.